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Akranes
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Akranes [] ist eine Hafenstadt in Island nördlich von ReykjavĂk in der Region Vesturland. Am 1. Januar 2023 hatte die Stadt 7997 Einwohner. Sie ist damit die größte Stadt Westislands.
Contents
• Geschichte
• Erste Siedler
• Leuchttürme
• Schwimmbäder
• Festival
• Sport
• Umgebung
• Bildung
• Verkehr
• Siehe auch
• Weblinks
• Andere
• Einzelnachweise
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Name und Geografie
Ă–stlich der Stadt Akranes befindet sich der Berg Akrafjall, an dessen SĂĽdseite der Ort InnrihĂłlmur. Akranes liegt an der groĂźen Bucht FaxaflĂłi, der SĂĽdteil (etwa Langisandur) an der sehr viel kleineren Bucht KrossvĂk, die zum Hvalfjörður gehört.
Geschichte
Erste Siedler
Die Gegend ist seit der Landnahme Islands besiedelt.
Das Landnahmebuch berichtet, dass die irischen BrĂĽder Ăžormóður gamli Bresason und Ketill Bresason von Irland nach Island gekommen seien und dort das Land zwischen den FlĂĽssen AurrĂðaá und Kalmansá in Besitz genommen hätten. Einige Hofnamen in der Gegend verweisen auf weitere irische Siedler wie z. B. Kjaranstaðir, KalmansvĂk, Bekanstaðir.cite-ref-sl-2-1[2]
Rolle des Fischfangs und der Hanse
Vermutlich war dies schon von alters her ein Ort des Fischfangs, belegt ist jedenfalls ein Winterfischerdort des Bischofs von Skálholt Brynjólfur Sveinsson aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Hier entstand bald darauf das erste Fischerdorf Islands.cite-ref-sl-2-2[2] Auch heute noch spielen Fischfang und -verarbeitung eine sehr bedeutende Rolle als Arbeitgeber in Akranes, das einer der wichtigsten Fischereiorte des Landes ist.
Entwicklung zur Stadt
Akranes entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus diesem Fischerdorf und bekam das Marktrecht im Jahre 1864. Damals hatte der Ort 300 Einwohner.
Die ersten Anlegestege stammen von 1874, Hafenanlagen wurden 1929 in der Bucht KrossvĂk errichtet. Und dort befindet sich der Hafen immer noch, der einer der wichtigsten Fischereihäfen Islands ist.
Die Kirche wurde 1896 von Garðar nach Akranes verlegt.cite-ref-sl-2-4[2]
Akranes bekam 1941 das Stadtrecht und gehört zu den größten Städten Islands außerhalb der Hauptstadtregion.cite-ref-vega-5-0[5]
Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten
Museumsgelände Akranes
Akranes besitzt ein relativ großes Freilicht- und Heimatmuseum (Safnasvæðið á Akranesi, früher: Museum in Garðar). Dies bietet u. a. eine Mineraliensammlung und ein Boots- und Fischereimuseum, zu dem Islands ältester erhaltener Fischkutter gehört.cite-ref-akranes-folk-museum-2018-04-13-6-0[6] Weitere größere Abteilungen des Museums enthalten: eine Abteilung zum Sport in Island sowie eine Abteilung des Nationalen Instituts für Landesvermessung sowie zum Tunnelbau unter dem nahegelegenen Hvalfjörður, dessen Bedeutung für das Gedeihen der Stadt Akranes nicht zu unterschätzen ist. .cite-ref-7[7]
LeuchttĂĽrme
Sehenswert sind auĂźerdem die LeuchttĂĽrme aus dem Jahre 1918 (restauriert 1992) und 1947. Eine moderne Skulptur erinnert an den Untergang des Schiffs Hafmeyjan, bei dem 1905 11 junge Leute ums Leben kamen.
Schwimmbäder
In Akranes gibt es drei öffentliche Bäder. Das Jaðarsbakkalaug mit einer 25-Meter-Bahn, fünf warmen Becken, einer Rutsche und einem Dampfbad, die historische (erbaut 1944) Schwimmhalle Bjarnalaug mit einer 12,5-Meter-Bahn, und das Guðlaug, ein heißes Becken, welches direkt am Strand liegt.cite-ref-8[8]
Festival
Aufgrund der Besiedlungsgeschichte fĂĽhlt man sich in Akranes Irland verbunden. Das Festival ĂŤrskir dagar wird daher einmal im Jahr in Akranes abgehalten.cite-ref-9[9]
Sport
Akranes gilt auch als eine der Städte, in denen der Sport eine besonders hohe Stellung einnimmt.
Der Fußballverein ÍA Akranes war mehrfacher isländischer Meister und Pokalsieger, der im UEFA-Pokal schon viele Spiele bestritt.
Ein Teil des Museums in Garðar ist dem isländischen Sport gewidmet.
Umgebung
Nordöstlich von Akranes befindet sich das Waldgebiet Vatnaskógur, ein beliebtes Ausflugsziel, das seit 1914 unter Naturschutz steht.cite-ref-10[10] 1948–1949 wurde hier von zwei Forstarbeitern eine kleine Kapelle aus Holz errichtet.cite-ref-11[11] Die Einweihung erfolgte am 24. Juli 1949. In der Kapelle steht eine verkleinerte Kopie der Christusstatue von Bertel Thorwaldsen.cite-ref-12[12]
Bildung
Am Ort gibt es mehrere Schulen, darunter Grundschulen und eine weiterführende Schule (Fjölbrautaskóli Vesturlands).cite-ref-13[13]
Wirtschaft und Infrastruktur
Man lebt von Fischfang und -verarbeitung, inzwischen aber auch zunehmend vom Servicebereich. AuĂźerdem pendeln dank des seit 1998 bestehenden Hvalfjörðurtunnels viele Einwohner zur Arbeit nach ReykjavĂk. Daneben bietet auch das nahe Aluminiumwerk viele Arbeitsplätze.
Das heiße Wasser für Heizung und täglichen Gebrauch stammt aus der größten Springquelle des Landes, Deildartunguhver, und wird über ca. 60 km lange Leitungen nach Akranes geleitet.cite-ref-sl-2-5[2]
In Akranes verarbeitete das größte Zementwerk Islands von 1958 bis 2012 Muschelkalkcite-ref-14[14]. Ein bekannter Witz besagt, dass in Island zwei Baustile unterschieden werden: vor und nach der Errichtung des Zementwerks in Akranes. Heute wird über den Hafen von Akranes ein Großteil des in Island genutzten Zements importiert.
Einwohnerentwicklung
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dez. 1981: | 5.267 |
| 1. Dez. 1997: | 5.127 |
| 1. Dez. 2003: | 5.582 |
| 1. Dez. 2004: | 5.655 |
| 1. Dez. 2005: | 5.782 |
| 1. Dez. 2006: | 5.955 |
| 1. Dez. 2007: | 5.976 |
| 1. Dez. 2008: | 6.401 |
| 1. Dez. 2009: | 6.609 |
| 1. Dez. 2010: | 6.549 |
| 2012 | 6518 |
| 2014 | 6624 |
| 2016 | 6841 |
| 2018 | 7184 |
| 2020 | 7408 |
| 2022 | 7693 |
| 2024 | 8071 |
cite-ref-15[15]
Städtepartnerschaften
Söhne und Töchter der Stadt
• Jón Óskar (1921–1998), Dichter und Übersetzer
• RĂkharður JĂłnsson (1929–2017), FuĂźballtrainer, -manager und -spieler
• Guðbjartur Hannesson (1950–2015), Politiker
• Edda Heiðrún Backman (1957–2016), Schauspielerin, Regisseurin und Malerin
• Pétur Pétursson (* 1959), Fußballspieler
• Lilja Sigurðardóttir (* 1972), Schriftstellerin
• Þórður Guðjónsson (* 1973), Fußballspieler
• Sigurbjörg Þrastardóttir (* 1973), Schriftstellerin
• Gunnleifur Gunnleifsson (* 1975), Fußballspieler
• Bjarni Guðjónsson (* 1979), Fußballspieler
• Garðar Gunnlaugsson (* 1983), Fußballspieler
• Eva Björg Ægisdóttir (* 1988), Schriftstellerin
• Arnór Smárason (* 1988), Fußballspieler
• Arnór Sigurðsson (* 1999), Fußballspieler
Verkehr
Seit 1998 ist Akranes mit ReykjavĂk ĂĽber die NationalstraĂźe 1 (Hringvegur), genauer gesagt dessen Vesturlandsvegur genannten Teil, durch den Tunnel Hvalfjarðargöng, der unter dem Hvalfjörður hindurchfĂĽhrt, verbunden. Vom Tunnel fĂĽhrt die StraĂźe Nr. 501 nach Akranes und an der Nordseite um den Berg Akrafjall herum, während der Hringvegur sĂĽdlich am Berg vorbei Richtung Borgarnes verläuft. Vor der Erbauung des Tunnels gab es ausschlieĂźlich eine Fährverbindung und einen schlechten Geländeweg nach ReykjavĂk. Straeto betreibt die Fernbuslinie 57, welche von hier aus nach Reykjavik verkehrt. In Akranes verkehrt werktags ein Stadtbus (strætĂł), der halbstĂĽndlich ĂĽber 30 Haltestellen bedient und kostenlos benutzt werden kann.cite-ref-16[16]
Siehe auch
Weblinks
Fotos und Videos
Commons
: Akranes
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Fotos: Leuchttürme in Akranes. leuchtturmseiten.de
Andere
• Deutschsprachige Webpräsenz der Stadtverwaltung. (Memento vom 19. August 2014 im Internet Archive)
• Webpräsenz der Stadtverwaltung (isländisch).
Einzelnachweise
cite-note-sl-22. ↑ T. Einarsson, H. MagnĂşsson (Hrsg.): ĂŤslandshandbĂłkin. NáttĂşra, saga og sĂ©rkenni. 1. bindi. Ă–rn og Ă–rlygur, ReykjavĂk 1989, S. 100.
cite-note-33. ↑ H.U. Schmid: Wörterbuch Isländisch-Deutsch. Buske, Hamburg 2001, 215
cite-note-44. ↑ Lúðarnir fara upp á Skaga. In: Webtageszeitung VĂsir, 14. September 2006 (isländisch) – hier wird auch synonym der Begriff Skipaskagi verwendet; abgerufen am 3. Juli 2001.
cite-note-vega-55. ↑ Landmælingar Íslands: Vegahandbókin. 2007, S. 234
cite-note-akranes-folk-museum-2018-04-13-66. ↑ Myndmæling á kútter Sigurfara. Akranes Folk Museum, 13. April 2018, abgerufen am 15. März 2019 (isländisch).
cite-note-77. ↑ Website des Museums. (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) museum.is (deutsch); abgerufen am 3. Juli 2011.
cite-note-88. ↑ Akraneskaupstaður Sundlaugar. In: akranes.is. Abgerufen am 20. Mai 2024 (isländisch).
cite-note-99. ↑ Írskir dagar á Akranesi. irskirdagar.is, 5. Februar 2006, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2006; abgerufen am 19. Juni 2010 (isländisch).
cite-note-1010. ↑ vatnaskogur.is
cite-note-1111. ↑ kirkjukort.net (Memento des Originals vom 13. Mai 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kirkjukort.net
cite-note-1212. ↑ vatnaskogur.is
cite-note-1313. ↑ Website der Fjölbrautaskóli Vesturlands (englisch); abgerufen am 3. Juli 2011.
cite-note-1414. ↑ Sement. Abgerufen am 30. Dezember 2024.
cite-note-1515. ↑ Population by municipalities, sex and age 1 January 1998-2024. Abgerufen am 30. Dezember 2024 (englisch).
cite-note-1616. ↑ akranes.is